Lohnt sich eine Verkehrsrechtsschutzversicherung für Fahranfänger?

verkehrsrechtschutzJugendliche und Fahranfänger unter 25 Jahren verursachen nicht nur unverhältnismäßig viele Unfälle, ihr Anteil an den Unfallopfern ist ebenso hoch. Übermut und Unerfahrenheit sind die Hauptgründe, warum junge Fahrer ein so hohes Risiko darstellen. Das zeigt sich auch deutliche in der Unfallstatistik. Über 40% der Unfälle, die durch nicht angepasste Geschwindigkeit verursacht wurden, gehen auf das Konto der unter 25 Jahre alten Fahrzeugführer. Im Bereich der Alkoholfahrten mit Unfallfolge sind es immerhin noch über 30%.
Dabei liegt das Risiko, in einen Unfall verwickelt zu werden, bei jungen Leuten auch deshalb so hoch, weil sie zur gleichen Zeit auf den Straßen unterwegs sind. Vornehmlich an den Wochenenden und an Feiertagen und dann in den frühen Abendstunden oder am Morgen.

Berechnetes Risiko

Glücklicherweise sind die Unfallzahlen seit vielen Jahren rückläufig, was auf die bessere Ausbildung und weitreichende Verkehrssicherungssysteme zurückzuführen ist. Aber auch die Fahranfänger tragen ihr Schärflein zu mehr Sicherheit bei. So haben 2012 allein beim ADAC 22.000 Führerscheinneulinge ein Fahrsicherheits-Training erfolgreich absolviert.
Die Versicherungen gehen aber nach wie vor von einer hohen Beteiligung von Fahranfängern an Unfällen aus, die häufig sehr schwere Folgen haben. Das so berechnete Risiko schlägt sich in den Versicherungsprämien nieder. Ein Fahrsicherheits-Training wird bei einigen Unternehmen mit einem Bonus belohnt. Fahranfänger sollten also bei der Wahl der Versicherung unbedingt die Angebote vergleichen.

In der falschen Gruppe

Dies alles nutzt aber nichts, wenn der junge Mensch mit den falschen Leuten loszieht. Schnell ist der Unfall geschehen und die Folgen können erheblich sein. Wer nach einem solchen Unfall sein Recht einklagen will, der steht vor einigen schwierigen Entscheidungen. Der richtige Anwalt muss ausfindig gemacht und beauftragt werden. Hier werden Abschlagszahlungen fällig, die der Anwalt benötigt, um Klage einreichen zu können. Die Gerichtskosten richten sich nach dem sogenannten Streitwert. Auch das Anwaltshonorar wird nach der Höhe des Streitwertes, mithilfe der Bundesrechtsanwaltsgebührenordnung, kurz BRAGO genannt, berechnet.
Bei Personenschäden können sehr schnell sehr hohe Summen entstehen, die sich resultieren aus:

  • Kosten der ärztlichen Behandlung
  • Aufenthalt im Krankenhaus
  • Einsatz medizinischer Geräte
  • durchgeführte Operationen
  • eventuelle Reha-Maßnahmen
  • eventuell zu zahlende Rente wegen bleibender Erwerbsunfähigkeit oder Erwerbsminderung
  • Verdienstausfall
  • Schmerzensgeld
  • eventuell notwendige Umbaumaßnahmen an der Wohnung (rollstuhlgerecht)
  • Umbaumaßnahmen am Fahrzeug wegen einer Behinderung
  • Anschaffung medizinischer Hilfsmittel (Rollstuhl, besonderes Bett …)
  • eventuell lebenslange Betreuung durch eine examinierte Pflegerin

So können die notwendigen Abschlagszahlungen, um sein Recht einklagen zu können, sehr schnell in die Höhe schießen. Oftmals haben junge Menschen solche Beträge nicht verfügbar. Deshalb ist eine Versicherungspolice, beispielsweise beim Degenia Verkehrsrechtsschutz, eine zukunftssichernde Investition, die nicht nur Fahranfänger besitzen sollten.