Lackierung oder Autofolie

Die individuelle Gestaltung des Autos gehört für einen Großteil der deutschen Autobesitzer zu einem Hobby. Die Individuelle Gestaltung fängt klein an: Anfänger ändern nur ein wenig im Bereich der Inneneinrichtung des Fahrzeugs und sind mit dem persönlichen Touch bereits zufrieden. Einige Hobby-Tuner stecken hingegen mehrere Monate oder sogar Jahre in die angepasste Gestaltung des fahrbaren Untersatzes. In der Zeit zwischen der Entwicklung bis zur Umsetzung der Idee kann eine große Menge Material und viel Geld in das Auto fließen. Ein Punkt bei dem viele Hobby-Tuner ihren persönlichen Touch in das Auto einfließen lassen ist die Lackierung. Ein individuell gestalteter Lack ist bei Tuningtreffen eine Garantie für eine große Aufmerksamkeit. In den letzten Jahren sind zweifarbige Effektlackierungen besonders oft verwendet worden.

Zweifarbige Lackierung

Bei der zweifarbeigen Lackierung erscheint das Auto nicht in einer einheitlichen Farbe. Je nach Sonneneinstrahlung und Standpunkt des Beobachters scheint sich die Wagenfarbe ein wenig zu verändern. Erreicht wird dieser Effekt durch entsprechende Farbpigmente im Lack. Ist dem Lack ein Zusatz beigemischt, dann wird auch von einem Flop-lack gesprochen. Ein bekannter Vertreter eines solchen Effektlacks ist die Metallic-Lackierung bei Autos. Hierbei handelt es sich um einen Helligkeits-flop, da der Metallic-Glanzeffekt durch verschiedene Helligkeitsstufen hervorgerufen wird. Die beschriebenen zweifarbigen Lacke werden als Lackierung mit Farb-Flop bezeichnet. Solche Interferenzlackierungen werden durch die Auslöschung von Lichtwellen durch die zugemischten Pigmente innerhalb des Lacks erreicht. Solche Zusatzstoffe machen den Lack sehr teuer sind daher in der Hobby-Szene selten zu finden. Die Alternative zur teuren Lackierung mit einem solchen Zweifarben-Effekt bietet die Folierung des Autos – das sogenannte Car-wrapping.

Autofolie – was ist eigentlich Car-Wrapping?

AutofolieDer beschriebene Effekt durch Speziallackierung kann auch durch Hightechfolien erreicht werden. Die Folien werden in einem speziellen Verfahren hergestellt, sind lichtbeständig und können sogar eine Struktur aufweisen. Insbesondere durch die Struktur werden Folien möglich, die eine täuschend echte Nachbildung von Kohlefaser oder gebürstetem Stahl sind. Die Verarbeitung der Folie ist im Vergleich zur Lackierung unaufwändig, sollte aber definitiv von Fachkräften durchgeführt werden. Geschultes Personal für Autofolierung kann auch Bauteile mit einer komplizierten Form erfolgreich folieren. Autospiegel mit Carbonoptik oder kleine Accessoires auf der Motorhaube werden problemlos und zu günstigen Konditionen aufgebracht. Neben der schnellen Verarbeitung bietet die Folie den Vorteil, dass auch eine Teilfolierung möglich ist. Ebenfalls nicht zu verkennen ist die Schutzfunktion von Folie. Wird die Folie durch einen Fachmann angebracht, dann ist der darunter liegende Lack geschützt. Steinschlag und Sonneneinstrahlung kann dem Autolack, dank der darüber liegenden Folie nichts anhaben – das ist bei einem eventuellen Verkauf des Autos natürlich ein großer Vorteil.