Durch die Wüste mit dem Auto?

Namibia und die Namib. Zwei untrennbar miteinander verbundene Orte und zugleich für jeden eine Reise, die zu den Reisen gehört, die jeder einmal im Leben gemachten haben muss. Die 2.000 Kilometer lange Namib ist die älteste Wüste unseres Planeten und zugleich der unwirtlichste Ort auf der Erde. Während tagsüber Temperaturen von 50° C und mehr erreicht werden, fällt das Thermometer nachts auf unter 0° C.

Wer die Namib durchquert wird aber genau hier unvergessliche Bilder mit nach Hause nehmen. Nur hier finden sich bis zu 400 Meter hohe Dünen, die je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit ihre Farben von blassem Beige, fast Weiss bis hin zu intensivem Rotbraun ändern. Und der Schiffsfriedhof mit seinen zahlreichen Wracks, die teilweise im Sand verborgen, teilweise weit hin sichtbar sind, kennt jeder aus diversen Kinofilmen und Dokumentationen.

Wer ein solches Abenteuer plant und mit dem Mietwagen die Namib durchqueren will, der sollte unbedingt zuvor einen Reiseschutzversicherung Vergleich im Internet vornehmen und eine leistungsstarke Versicherung abschließen. In der Namib kann alles passieren.

Mit dem Mietwagen durch Namibia

Mit dem Auto durch die Namib ist eines der letzten echten Abenteuer auf unserer Erde. Natürlich sollte ein Auto gemietet werden, das für so einen Trail geeignet ist. Alleinfahrer sollten sich schon Tage vorher auf das Abenteuer vorbereiten. Empfehlenswert ist aber ein professioneller Guide. Nachdem die Route geplant ist und das Diamantensperrgebiet im Süden dabei ausgelassen wurde, was unbedingt beachtet werden muss, kann nach dem Verstauen der Ausrüstung die Reise auch schon losgehen. Als Empfehlung ist diese Route zu verstehen:

Von Windhoek aus Richtung Naukluft Mountain Zebra Park mit Übernachtung in der Namib Desert Lounge und Besuch der Riesendünen in Sossusvlei. Von hier aus weiter nach Walvis Bay und Swakopmund. Vor dem Start am nächsten Morgen sollte die Kameraausrüstung gründlich überprüft werden denn es geht weiter Richtung Norden zum Skeleton Coast Park.
Von hier aus bietet sich ein Abstecher in den Etosha National Park an und dann zurück nach Windhoek.

Fahrverhalten in der Wüste

auto-wüste

Die Autofahrt durch die Wüste muss vorbereitet werden.

Jedes Auto zeigt in der Wüste und insbesondere beim Befahren einer Düne ein charakteristisches Fahrverhalten. Die Lenkung fühlt sich schwammig an und der Wagen versetzt unerwartet zur Seite. Außerdem hat der Fahrer an manchen Stellen das Gefühl langsamer zu werden. Dies liegt an der Beschaffenheit des Untergrundes. Der Sand fließt quasi unter dem Druck der Reifen zur Seite weg. Fast wie beim Aquaplaning. Bekommt der Reifen dann Kontakt zu unter dem Sand verborgenen festerem Untergrund, so ist dieser meist mit Spurrillen durchzogen. Das kann ein Auto schon mal einen halben Meter und mehr zur Seite versetzen. Deshalb ist es ratsam, es mit der Geschwindigkeit nicht zu übertreiben.

Tipps für die Fahrt durch die Wüste

Bevor eine Namib-Durchquerung gestartet wird, sollten folgende Punkte überprüft werden:

- Ist das gemietete Auto technisch einwandfrei?
- Ist Werkzeug zum Reifenwechsel an Bord?
- Befindet sich eine Luftpumpe im Gepäck? (In einigen Situationen kommt ein Auto nur frei, wenn der Luftdruck verändert wird, bevor sich das Rad eingräbt.)
- Sind Sandbleche an Bord?
- Ist für mindestens 3 Tage für alle Passagiere ausreichend Trinkwasser und Wasser für den Motorkühler dabei? Dabei sind pro Kopf und Tag 5 Liter Wasser anzunehmen.
- Ist ein Erste-Hilfe-Set im Auto?
- Sind Decken und warme Jacken im Fahrzeug? (Für den Fall, dass der Wagen liegen bleiben sollte, ist dies notwendig. Temperaturen unter 0° C sind in der Wüste kein Vergnügen!)
- Ist Kartenmaterial und Kompass an Bord?
- Ist das Handy und das Ladegerät für das Auto oder ein Funksender an Bord?
- Ist die Kameraausrüstung und das Handy in einer wiederverschließbaren Plastiktüte staubsicher verstaut?
- Ist genügend Kraftstoff an Bord? Die Faustregel dazu ist mindestens 50% mehr Kraftstoff einzuplanen, als notwendig wäre. Im Sand verbraucht der Motor mehr, durch das ständige Durchdrehen der Räder legt der Wagen eine wesentlich größere Strecke zurück als auf einer asphaltierten Straße und es sollte immer eine Sicherheitsreserve an Bord sein!